US-Iran-Gespräche in Doha zeigen Differenzen, Trump zufolge bat der Iran um Verhandlungen, WTI-Rohöl kehrt zur 70-Dollar-Marke zurück
Am 29. Juni (US-Ostküstenzeit) herrscht Unsicherheit über geplante US-iranische Gespräche in Doha. Während die USA den Termin für den 30. Juni bestätigten, dementierte das iranische Außenministerium offizielle Verhandlungen. Die Spannungen eskalierten zuletzt durch gegenseitige militärische Angriffe auf Infrastruktur und Handelsschiffe in der Straße von Hormus. Trotz Anzeichen einer partiellen Deeskalation, wie der Freigabe iranischer Vermögenswerte, bleibt die diplomatische Lage volatil. Die Märkte reagierten auf die geopolitische Instabilität: Die WTI- und Brent-Rohölpreise stiegen aufgrund der Gefährdung der Seewege deutlich an. Der weitere Ölpreistrend hängt maßgeblich von einer tatsächlichen diplomatischen Entspannung ab.

TradingKey — Am 29. Juni (Ortszeit der US-Ostküste) zeichnete sich eine klare Diskrepanz in den Erklärungen der USA und des Iran darüber ab, ob die beiden Seiten am 30. Juni Gespräche in Doha führen werden.
US-Präsident Trump postete an diesem Tag auf der Social-Media-Plattform Truth Social und behauptete, der Iran habe um Gespräche gebeten und "die Gespräche werden morgen in Doha (Katar) stattfinden". Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Leavitt, bestätigte anschließend gegenüber Medien, dass der US-Präsidialbeauftragte Witkoff und Trumps Schwiegersohn Kushner "diese Woche nach Doha fliegen werden", um an hochrangigen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran teilzunehmen.

[Quelle: Truth Social]
Die iranische Seite reagierte jedoch gegenteilig. Der stellvertretende iranische Außenminister Gharibabadi erklärte an jenem Tag, dass Berichte über technische Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA in dieser Woche in Doha "nicht der Wahrheit entsprechen". Gharibabadi sagte, dass die Konsultationen zwischen dem Iran und Katar noch andauern und die technischen Gespräche erst dann offiziell stattfinden werden, wenn eine Einigung über Datum und Ort erzielt wurde.
Die Diskrepanz erfolgt vor dem Hintergrund einer erneuten Eskalation des militärischen Konflikts zwischen den USA und dem Iran in den vergangenen Tagen.
Das US-Militär flog am 26. und 27. Juni an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Angriffe auf Ziele im Iran und nahm dabei iranische militärische Überwachungseinrichtungen, Kommunikationssysteme, Luftabwehrstellungen und Drohnenlager ins Visier. Das US-Zentralkommando erklärte, die Operation sei eine direkte Reaktion auf "die anhaltenden Aktionen des Iran gegen Handelsschiffe" gewesen. Zuvor war ein unter panamaischer Flagge fahrender Tanker nahe der Straße von Hormus von einer iranischen Angriffsdrohne getroffen worden.
Die iranische Seite reagierte umgehend mit Vergeltungsmaßnahmen. Die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) gaben am 28. Juni eine Erklärung ab, in der sie behaupteten, sie hätten mit Raketen und Drohnen acht wichtige US-Militärinfrastrukturstandorte auf dem Luftwaffenstützpunkt Ali Al Salem in Kuwait und der Fünften Flotte der USA in Bahrain zerstört. Das iranische Außenministerium erklärte, die US-Militäraktion sei ein klarer Verstoß gegen die zuvor zwischen beiden Seiten getroffene Absichtserklärung gewesen und der Iran habe im Einklang mit seinem inhärenten Recht auf nationale Selbstverteidigung reagiert.
Einem Bericht von Axios zufolge sollten die USA und der Iran ursprünglich am 30. Juni Verhandlungen in der Schweiz führen, doch der Verhandlungsort wurde aufgrund der erneuten Eskalation der Lage nach Doha verlegt, wobei sich der Schwerpunkt der Gespräche vom iranischen Atomprogramm auf die Frage der Straße von Hormus verlagerte. Dem Bericht zufolge haben sich beide Seiten darauf geeinigt, die gegenseitigen Angriffe einzustellen.
Die jüngste Erklärung des stellvertretenden iranischen Außenministers lässt jedoch Zweifel aufkommen, ob die Gespräche wie geplant stattfinden werden.
Vor dem Hintergrund des eskalierenden militärischen Konflikts und widersprüchlicher diplomatischer Erklärungen erholten sich die internationalen Ölpreise am Montag. Bei Redaktionsschluss stiegen die WTI-Rohöl-Futures im Tagesverlauf um 1,29 % auf 70,12 US-Dollar pro Barrel, während Brent-Rohöl um 1,05 % auf 73,36 US-Dollar pro Barrel zulegte. Seit vergangenem Donnerstag wurden in der Straße von Hormus mehrere Schiffe angegriffen, und die Schifffahrtsaktivitäten haben sich erheblich verlangsamt.

[Quelle: TradingView]
Während die militärischen Konflikte eskalierten, signalisierten beide Seiten auch eine gewisse Deeskalation. Nach Berichten iranischer Medien hat der Iran die Flüge von Teheran nach Dubai wieder aufgenommen, wobei Tickets für einen Flug nach Dubai am 29. Juni um 10:40 Uhr erhältlich waren. Zudem erklärte der iranische Präsident Pezeshkian an jenem Tag, dass Katar rund 6 Milliarden US-Dollar an eingefrorenen iranischen Vermögenswerten freigeben werde.
Ob die Gespräche in Doha wie geplant am 30. stattfinden können, bleibt abzuwarten. Die diplomatische Kommunikation zwischen den USA und dem Iran nach dem Waffenstillstand befindet sich nach wie vor in einer dynamischen Phase der Anpassung. Die Wiederaufnahme der Schifffahrt in der Straße von Hormus und die künftige Entwicklung der Ölpreise werden vom letztendlichen Ausgang dieses diplomatischen Tauziehens abhängen.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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