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Die 5 Top-Themen für Anleger heute – Märkte im Fokus am 17.4.2025

Investing.comApr 17, 2025 9:02 AM
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Investing.com - Die US-Aktienmärkte zeigen sich vorbörslich etwas erholt – nach dem erneuten, kräftigen Abverkauf gestern. Grund dafür ist zunehmender Optimismus: Es gibt Hoffnung auf neue Zollvereinbarungen mit den wichtigsten Handelspartnern der USA. Zudem rechnen die Märkte mit einer weiteren Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank, was ebenfalls für Auftrieb sorgt. Und auch von Unternehmensseite gibt es positive Impulse – der weltweit größte Chiphersteller hat starke Quartalszahlen vorgelegt.

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1. US-Aktienmärkte im Aufwind

Die US-Aktienmärkte dürften heute mit Gewinnen in den Handel starten – nachdem es gestern erneut zu einem kräftigen Rücksetzer gekommen war. Auslöser waren vor allem die deutlichen Verluste bei Nvidia (NASDAQ:NVDA).

Aktuell notiert der S&P 500 rund 1 % im Plus, der Nasdaq 100 legt 1,2 % zu, und auch der Dow Future zeigt ein freundliches Bild mit einem Aufschlag von 0,9 %.

Am Vortag waren die wichtigsten US-Indizes tief ins Minus gerutscht – die Schwäche der Tech-Branche war dabei der Hauptbelastungsfaktor. Hintergrund: Der Chiphersteller Nvidia hatte eine Sonderbelastung in Höhe von rund 5,5 Milliarden Dollar gemeldet, verursacht durch neue Exportbeschränkungen der US-Regierung.

Auch auf Wochensicht steuern die US-Börsen aktuell auf Verluste zu. Besonders deutlich zeigt sich das beim technologielastigen Nasdaq Composite, der gestern mit rund 19 % unter seinem letzten Hoch schloss – und sich damit der Schwelle zum Bärenmarkt weiter annähert.

Kurz vor dem morgigen Karfreitag zeigt sich die Stimmung an den US-Börsen (ETR:SXR4) jedoch etwas aufgehellt. Viele Anleger schöpfen wieder Hoffnung auf eine Lösung in den Handelsgesprächen zwischen den USA und ihren wichtigsten Partnern.

Im Fokus stehen heute außerdem zahlreiche Quartalsberichte großer US-Konzerne – darunter American Express (NYSE:AXP), Blackstone (NYSE:BX) und Truist Financial (NYSE:TFC).

Dazu kommen frische Wirtschaftsdaten: Neben dem Philadelphia-Fed-Herstellerindex für April werden auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA veröffentlicht – sowie mehrere Zahlen zum US-Immobilienmarkt.

2. Fortschritte bei Zollverhandlungen

Seit US-Präsident Donald Trump Anfang des Monats umfassende „reziproke“ Zölle angekündigt hat, hat sich die Stimmung an den Märkten spürbar eingetrübt. Viele Anleger machen sich Sorgen über die möglichen Folgen dieser Zollpolitik für das globale Wirtschaftswachstum.

Ein kleiner Lichtblick kam am Wochenende, als Trump überraschend Zollerleichterungen für Importe von Smartphones und PCs in Aussicht stellte – das könnte helfen, die Wogen etwas zu glätten. Nun spricht der Präsident von „großen Fortschritten“ in den laufenden Verhandlungen mit Japan in Washington.

Japan war der erste große Handelspartner, der sich direkt an den Verhandlungstisch mit den USA gesetzt hat. Das Ergebnis dieser Gespräche dürfte Signalwirkung haben – viele Länder hoffen auf bessere Bedingungen im Umgang mit den US-Zöllen und beobachten die Entwicklung genau.

Auch von europäischer Seite gibt es vorsichtige Annäherung: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat erklärt, dass sie „den Verhandlungen eine Chance geben will“. Und laut einem Bericht von Bloomberg ist auch China offen für Gespräche mit der Trump-Regierung – erwartet im Gegenzug aber mehr Respekt und weniger provokante Äußerungen aus dem Weißen Haus.

3. EZB wird Zinsen erneut senken

Heute trifft sich die Europäische Zentralbank zu ihrer geldpolitischen Sitzung. Am Markt rechnet man fest damit, dass sie die Zinssätze zum siebten Mal innerhalb eines Jahres senken wird – ein weiterer Schritt, um die angeschlagene europäische Wirtschaft zu stabilisieren. Schon vor den jüngsten US-Zolldrohungen stand die Eurozone vor einer ganzen Reihe wirtschaftlicher Herausforderungen.

Nach Schätzungen der EZB könnte das Wachstum in den 20 Ländern der Eurozone in diesem Jahr um rund einen halben Prozentpunkt zurückgehen, sollten die angekündigten US-Zölle tatsächlich in Kraft treten. Damit wäre etwa die Hälfte des ursprünglich erwarteten Wachstums zunichtegemacht.

Gestern veröffentlichte Inflationsdaten zeigten unterdessen, dass die Verbraucherpreise in der Eurozone im März im Jahresvergleich um 2,2 % gestiegen sind – nur leicht über dem mittelfristigen Ziel der EZB.

Doch die Sorgen über das Wachstum nehmen zu: Die drohenden US-Zölle auf europäische Waren, ein stärkerer Euro und rückläufige Energiepreise verstärken die Befürchtungen einer möglichen Disinflation. Darauf weisen auch Analysten der ING (AS:INGA) in einer aktuellen Kundenmitteilung hin.

Vor diesem Hintergrund bleibt der EZB kaum eine andere Option, als an ihrem Lockerungskurs festzuhalten. Die ING-Experten bezeichnen den erwarteten Zinsschritt als eine Art „Versicherungssenkung“ – mit geringem Risiko, aber potenziell positiver Wirkung auf das Marktvertrauen.

4. TSMC mit höherem Nettogewinn

Der Chip-Riese Taiwan Semiconductor Manufacturing (NYSE:TSM) hat im ersten Quartal einen kräftigen Gewinnsprung erzielt – der Nettogewinn stieg um 60 %. Grund dafür war vor allem die starke Nachfrage, woraufhin das Unternehmen auch seine Umsatzprognose für das kommende Quartal nach oben angepasst hat.

Besonders stark entwickelte sich die Sparte für High-Performance-Computing, die unter anderem Anwendungen für künstliche Intelligenz und 5G umfasst. Sie war im abgelaufenen Quartal der wichtigste Wachstumstreiber – mit einem Plus von 7 % im Vergleich zum Vorquartal und einem Anteil von 59 % am Gesamtumsatz.

Für das zweite Quartal rechnet TSMC mit einem Umsatz zwischen 28,4 und 29,2 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 13 % gegenüber dem Vorquartal bzw. 38 % im Vergleich zum Vorjahresquartal.

In der Gewinnmitteilung wies das Unternehmen allerdings auch auf mögliche Unsicherheiten hin – insbesondere im Zusammenhang mit der aktuellen Zollpolitik. Bisher, so TSMC, habe sich das Verhalten der Kunden jedoch nicht verändert.

„Wir sehen weiterhin eine starke, KI-getriebene Nachfrage bei unseren Kunden – auch im weiteren Jahresverlauf“, sagte CEO C. C. Wei.

5. Ölpreis mit Wochengewinn

Der Ölpreis legt heute im bisherigen Handelsverlauf zu – und dürfte die Woche insgesamt mit einem Plus beenden. Auslöser für den Anstieg sind erneut Sorgen um mögliche Lieferengpässe, nachdem die USA neue Sanktionen gegen iranische Ölexporte verhängt haben.

Aktuell steigt die Nordseesorte Brent um 0,8 % auf 66,38 US-Dollar pro Barrel. Die US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) verteuert sich um knapp 1 % auf 63,10 Dollar pro Barrel.

Beide Sorten hatten bereits gestern auf dem höchsten Niveau seit zwei Wochen geschlossen und steuern nun auf den ersten Wochengewinn seit drei Wochen zu.

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hatte ihre Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor verschärft – diesmal gezielt gegen chinesische Unternehmen, darunter eine Raffinerie in der Provinz Shandong.

Auch an den Kryptomärkten gab es Bewegung: Der Bitcoin legte zu, nachdem die Märkte positiv auf neue Signale möglicher Zollverhandlungen zwischen den USA und wichtigen Handelspartnern reagiert hatten.

Der Gold-Spotpreis dagegen stieg auf ein neues Rekordhoch – erstmals über die Marke von 3.300 US-Dollar je Feinunze.

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