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Von Buy zu Hold: Was läuft bei LVMH plötzlich schief?

Investing.comApr 16, 2025 8:24 AM
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Investing.com - Angesichts zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheiten in den USA und China hat das Analysehaus TD Cowen die Aktien von LVMH (EPA:LVMH) von „Buy“ auf „Hold“ abgestuft. Beide Länder stehen zusammen für etwa die Hälfte des Konzernumsatzes - entsprechend hoch ist die Abhängigkeit von der dortigen Konsumlaune.

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Besonders kritisch sehen die Analysten die Entwicklung in der Sparte Fashion & Leather Goods, die rund 80 Prozent zum operativen Ergebnis beiträgt. Diese könne unter der schwächeren Ausgabebereitschaft im gehobenen Kundensegment sowie unter anhaltender Zurückhaltung bei Luxusausgaben leiden, hieß es. In den USA rechnet TD Cowen mit stagnierenden bis leicht rückläufigen Umsätzen, während sich in China die negative Entwicklung über das Gesamtjahr fortsetzen dürfte.

Für das zweite Quartal erwartet das Analysehaus einen Rückgang der Umsätze im F&LG-Segment im mittleren einstelligen Prozentbereich. In der zweiten Jahreshälfte sei bestenfalls mit einem leichten Minus zu rechnen - und damit mit weniger als der Markt bislang unterstellt hatte.

Zusätzliche Herausforderungen sieht TD Cowen bei der Marke Dior, wo das Wachstum im ersten Quartal 2024 bereits an Dynamik verloren habe. Bei Sephora erschwere zunehmender Wettbewerb - unter anderem durch Amazon (NASDAQ:AMZN) - die Ausgangslage. Auch das Geschäft mit Weinen und Spirituosen sei durch Zölle und eine zunehmende Abhängigkeit von aspirativen Käufern belastet.

Trotz starker Free-Cashflow-Prognosen - für 2025 kalkuliert das Analysehaus mit über elf Milliarden Euro - stünde LVMH vor einer Bewertungskorrektur und sinkenden Marktschätzungen. Das Kursziel wurde in diesem Zuge deutlich von 840 auf 500 Euro reduziert.

TD Cowen geht für das Gesamtjahr 2025 von einer operativen Marge von 21,6 Prozent aus - und damit unterhalb des Marktkonsenses von 23 Prozent. Das Management fokussiere sich laut den Experten weiter auf Investitionen in die Marken, was kurzfristig auf die Profitabilität drücken könnte. Jeder Umsatzrückgang um zwei Prozentpunkte könne demnach zu einem Margeneffekt von 50 bis 100 Basispunkten führen. Beim Ergebnis je Aktie entspräche das einem Einfluss von etwa vier bis acht Prozent.

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