tradingkey.logo
tradingkey.logo
Suchen

Trump will’s wissen – Strafzölle könnten dauerhaft bleiben

Investing.comApr 7, 2025 9:38 PM
facebooktwitterlinkedin
Alle Kommentare anzeigen0

Investing.com - Trotz teils deutlicher Verluste an den Finanzmärkten hält US-Präsident Donald Trump weiter an seiner umstrittenen Zollstrategie fest. In einer Pressekonferenz mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu bekräftigte er am Montag, dass die Zölle dauerhaft bleiben könnten - gleichzeitig sei man aber offen für Gespräche.

„Beides kann stimmen“, sagte Trump auf die Frage nach widersprüchlichen Aussagen aus seiner Regierung. Die „Zölle können dauerhaft sein, und wir können trotzdem verhandeln. Denn wir brauchen mehr als nur Zölle.“

  • Mehr als 30 Börsenstrategien auf Knopfdruck: ProPicks hilft Ihnen, auch deutsche Top-Aktien mit KI-Unterstützung zu finden. Mehr erfahren

In der Vorwoche hatte Trump einen pauschalen Einfuhrzoll von zehn Prozent sowie weitere wechselseitige Zölle für Importe aus über 180 Ländern angekündigt. Sie sollen ab dem 9. April greifen. Der Markt reagierte verschnupft: Der S&P 500 verlor seitdem rund zehn Prozent.

Trump begründet die Maßnahmen vor allem mit unfairen Handelsbedingungen - besonders gegenüber der EU. Dort würden laut Trump etwa US-Autos mit skurrilen Tests aus dem Verkehr gezogen. Er sprach von einem sogenannten „Bowlingkugel-Test“: Wenn eine Bowlingkugel aufs Autodach falle und dieses sich verforme, dürfe das Fahrzeug nicht verkauft werden. Solche Standards würden bei europäischen Herstellern aber nicht angewendet, behauptete er.

„Die EU ist sehr unfair zu uns“, sagte Trump. „Sie nehmen unsere Autos nicht, unsere Agrarprodukte nicht - praktisch nichts. Und gleichzeitig schicken sie Millionen Mercedes (ETR:MBGn), Volkswagens und BMWs in die USA.“

Nach seinen Aussagen hätten inzwischen viele Länder das Gespräch mit den USA gesucht. „Praktisch jedes Land will jetzt verhandeln. Wenn ich nicht gemacht hätte, was ich gemacht habe, hätte niemand mit uns gesprochen. Jetzt kommen sie zu uns.“

Auch gegenüber China verschärfte Trump den Ton. Falls Peking seine 34-prozentigen Vergeltungszölle auf US-Waren nicht zurücknehme, wolle er seinerseits die Strafzölle um weitere 50 Prozent anheben - was die US-Zölle auf chinesische Produkte auf bis zu 104 Prozent treiben würde.

Trump zeigte sich überzeugt, dass die USA von seiner Politik profitieren würden. „Zölle werden dieses Land sehr reich machen“, so der US-Präsident. Zwar sei die USA bereits wohlhabend, aber eben „auf eine gewisse Art“ - mit einem Schuldenberg von rund 36 Billionen Dollar. Mit den richtigen Deals könne man das schnell ändern.

Seine Botschaft an Handelspartner war eindeutig: „Wenn wir ihre Produkte kaufen, aber sie unsere nicht - und wir obendrein noch hohe Gebühren zahlen müssen, um in ihre Märkte zu kommen - dann sind diese Zeiten jetzt vorbei.“

In eigener Sache: Ihr smarter Co-Pilot fürs Investieren: WarrenAI analysiert Aktien für Sie und greift auf die umfassende Datenbank von InvestingPro zu – in Echtzeit. Mehr erfahren

Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar

Kommentare (0)

Klicken Sie auf die $-Schaltfläche, geben Sie das Symbol ein und wählen Sie eine Aktie, einen ETF oder einen anderen Ticker zum Verlinken aus.

0/500
Richtlinien für Kommentare
Wird geladen...

Empfohlene Artikel

FOMC-Protokoll: Fed wechselt zu neutraler Abwartehaltung, einige wenige Notenbanker sehen Notwendigkeit für Zinserhöhungen, Aufwärtsrisiken bei der Inflation werden zum Kernkonflikt

Die Federal Reserve hat am 8. Juli das Protokoll ihrer FOMC-Geldpolitiksitzung vom 16. und 17. Juni veröffentlicht. Das Dokument zeigt, dass die Politik der Fed vollständig in eine neutrale, abwartende Haltung übergegangen ist, wobei die Aufwärtsrisiken für die Inflation zum zentralen Widerspruch geworden sind. Diese FOMC-Sitzung sendete ein klares Signal, dass sich die Fed vollständig von ihrer bisherigen einseitigen Tendenz zu Zinssenkungen verabschiedet hat und in eine Phase zweiseitiger, flexibler geldpolitischer Beobachtung eingetreten ist. Eine höher als erwartet ausfallende Inflationshartnäckigkeit und deren Ausweitung sind die Hauptgründe für diesen Kurswechsel, während die Robustheit des Arbeitsmarktes und des Wirtschaftswachstums Spielraum für flexible geldpolitische Anpassungen bietet. Die Notenbankvertreter bestätigten einen weiteren Anstieg der Inflation und wiesen darauf hin, dass der Druck nicht mehr nur auf exogene Faktoren wie Energie und Zölle beschränkt ist. Stattdessen haben sich die Preissteigerungen auf eine breite Palette von Kategorien wie Transport, Flugtickets und Öl ausgeweitet, während die Dienstleistungsinflation ohne Wohnungsbau fast keine Verbesserung zeigt. Kurzfristig wird mit der Erholung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus und dem Nachlassen der marginalen Effekte von Zöllen mit einem allmählichen Rückgang der Inflation gerechnet.
tradingkey.logo
* Referenzen, Analysen und Handelsstrategien werden vom Drittanbieter Trading Central bereitgestellt, und der Standpunkt basiert auf der unabhängigen Bewertung und Beurteilung des Analysten, ohne die Anlageziele und die finanzielle Situation der Investoren zu berücksichtigen.
Risikohinweis: Unsere Website und mobile App bieten lediglich allgemeine Informationen zu bestimmten Anlageprodukten. Finsights stellt keine Finanzberatung oder Empfehlung für ein Anlageprodukt bereit, und die Bereitstellung solcher Informationen darf nicht als Finanzberatung durch Finsights ausgelegt werden.
Anlageprodukte unterliegen erheblichen Anlagerisiken, einschließlich des möglichen Verlusts des investierten Kapitals und sind möglicherweise nicht für jeden geeignet. Die vergangene Wertentwicklung von Anlageprodukten ist nicht unbedingt ein Hinweis auf deren zukünftige Wertentwicklung.
Finsights kann Drittanbietern oder Partnern erlauben, Werbung auf unserer Website oder in unserer mobilen App oder in Teilen davon zu platzieren oder bereitzustellen. Finsights kann für diese Anzeigenvergütung erhalten, basierend auf Ihrer Interaktion mit den Werbeanzeigen.
© Urheberrecht: FINSIGHTS MEDIA PTE. LTD. Alle Rechte vorbehalten.