Euro vor dem Ausbruch? US-Inflation könnte EUR/USD über 1,1600 treiben
Nach Einschätzung von Francesco Pesole von ING wird der EUR/USD-Kurs derzeit vor allem von Entwicklungen in den Vereinigten Staaten bestimmt. Wichtige Konjunkturdaten aus der Eurozone liegen bereits vor, während sich die Europäische Zentralbank (EZB) mit neuen Signalen zurückhält. Schwächer als erwartet ausfallende US-Verbraucherpreise könnten einen Anstieg über die Marke von 1,1600 auslösen. Als nächster Widerstand gilt der gleitende 200-Tage-Durchschnitt bei 1,1630. Kurzfristig bleiben vor allem die Zinsdifferenzen der entscheidende Einflussfaktor.
US-Entwicklungen geben beim Euro den Takt vor
„Für den Euro beginnt eine besonders ruhige Phase, was Impulse aus der Eurozone betrifft. Die wichtigsten Konjunkturdaten für Juli liegen hinter uns, während der August bei der Kommunikation der Europäischen Zentralbank üblicherweise ein ruhiger Monat ist. Ohnehin hat die EZB den Märkten bereits eine Art Zusage für eine Zinserhöhung im September gegeben.“
„Damit wird die Entwicklung des EUR/USD-Kurses eindeutig von der Dollar-Seite bestimmt. Schwächer als erwartet ausfallende US-Verbraucherpreise würden die Chancen erhöhen, dass der Kurs bereits in dieser Woche über 1,1600 steigt. Der nächste wichtige Widerstand darüber liegt beim gleitenden 200-Tage-Durchschnitt bei 1,1630.“
„Unsere kurzfristigen Modelle zum fairen Wert liefern derzeit kaum klare Signale. EUR/USD folgt im Großen und Ganzen den Bewegungen bei Zinsen, Aktien und Rohstoffen. Kurzfristige Zinsdifferenzen haben als wichtigster Treiber für EUR/USD weiter an Bedeutung gewonnen. Damit dürfte die Reaktion auf die weitere Entwicklung der Fed-Geldpolitik weiterhin sehr ausgeprägt bleiben.“
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