AUD/JPY verharrt über 112,50, höchster Stand seit dem 18. März nach chinesischen Inflationsdaten
- AUD/JPY konsolidiert seine starken Wochengewinne, die in den letzten vier Tagen erzielt wurden.
- Die gemischten Inflationszahlen aus China geben dem AUD oder den Kassakursen kaum Impulse.
- Wirtschaftliche Sorgen aufgrund der Spannungen in Hormuz belasten den JPY und bieten Unterstützung.
Das Währungspaar AUD/JPY tritt während der asiatischen Sitzung am Freitag in eine bullische Konsolidierungsphase ein und reagiert kaum auf die gemischten chinesischen Inflationszahlen. Die Spotpreise handeln derzeit knapp über der Mitte der 112,00er-Marke, dem höchsten Stand seit dem 18. März, und bleiben auf Kurs, starke Wochengewinne zu verzeichnen.
Das Nationale Statistikamt berichtete, dass der chinesische Verbraucherpreisindex (VPI) im März im Jahresvergleich um 0,9 % gestiegen ist, was eine Verlangsamung gegenüber 1,3 % im Vormonat darstellt und die Schätzungen von 1,2 % verfehlte. Auf Monatsbasis fiel der Index um 0,7 %, verglichen mit einem erwarteten Rückgang von 0,2 % und einem Anstieg von 1 % im Februar. Die Enttäuschung wurde jedoch durch einen Anstieg des Erzeugerpreisindex (EPI) ausgeglichen, der besser als erwartet ausfiel und im März im Jahresvergleich um 0,5 % gegenüber -0,9 % zuvor stieg. Die Daten geben weder dem China-Proxy Australischen Dollar (AUD) noch dem Währungspaar AUD/JPY Impulse.
Der japanische Yen (JPY) hingegen setzt seine relative Underperformance fort, da Befürchtungen bestehen, dass die japanische Wirtschaft in absehbarer Zeit aufgrund von Störungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormuz erheblichen Belastungen ausgesetzt sein wird. Tatsächlich hat der Iran den Verkehr durch die strategische Wasserstraße erneut eingestellt als Reaktion auf brutale israelische Angriffe auf den Libanon. Hinzu kommt, dass US-Präsident Donald Trump mit erneuten Angriffen drohte, falls das Iran-Abkommen scheitert, was darauf hindeutet, dass Eskalationsrisiken weiterhin bestehen. Dies wiederum wirkt als Rückenwind für das Währungspaar AUD/JPY, da sich die USA und der Iran auf Waffenstillstandsgespräche in Pakistan vorbereiten.
Wirtschaftsindikator
Erzeugerpreisindex (Jahr)
Der Erzeugerpreisindex wird durch National Bureau of Statistics of China veröffentlicht und er misst die durchschnittliche Preisveränderung von Rohstoffen, welche von den Produzenten Chinas gekauft wurden. Änderungen am PPI gelten als ein Indikator in Bezug auf die Inflation der Rohstoffpreise. Generell ist ein hoher Wert positiv (oder bullish) für den CNY, während eine niedrigere Lesung sich negativ (oder bearish) auswirkt.
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Fr Apr. 10, 2026 01:30
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Quelle: National Bureau of Statistics of China
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