USD/CHF fällt auf nahe 0,7900, da Unsicherheit über den Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran vorherrscht
- USD/CHF fällt, da der US-Dollar trotz erneuter Nachfrage nach sicheren Häfen leicht nachgibt.
- Irans Ghalibaf sagte, die USA hätten drei Klauseln von Irans Vorschlag verletzt und bezeichnete weitere Gespräche als „unvernünftig“.
- Die Protokolle der Fed-Sitzung im März deuten auf eine abwartende Haltung hin, während anerkannt wird, dass die Risiken ausgewogener werden.
USD/CHF bleibt am vierten Handelstag in Folge im negativen Bereich und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Donnerstag um etwa 0,7910. Der Schweizer Franken (CHF) stärkt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) aufgrund erneuter Nachfrage nach sicheren Häfen angesichts der Unsicherheit über den Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Iran.
Iranische Medien berichteten von einem Stopp des Tankerverkehrs durch die Straße von Hormus nach neuen israelischen Angriffen im Libanon. Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte, die USA hätten drei wichtige Klauseln von Irans Zehn-Punkte-Vorschlag verletzt und bezeichnete weitere Gespräche als „unvernünftig“. Unterdessen signalisierte der US-Vizepräsident JD Vance, dass die Straße möglicherweise wieder geöffnet werden könnte, während er an diesem Wochenende eine US-Delegation zu direkten Gesprächen mit dem Iran in Islamabad anführt.
Der jüngste Anstieg der Ölpreise trieb die Schweizer Inflation im März auf die schnellste jährliche Rate von 0,3 %, was die CHF-Stärke ausglich und den Druck auf die Schweizerische Nationalbank (SNB) zur Anpassung der Geldpolitik verringerte. Die SNB beließ ihren Leitzins bei der dritten aufeinanderfolgenden März-Sitzung unverändert bei 0 % und bekräftigte ihre Bereitschaft, einer Aufwertung des Franken entgegenzuwirken.
Die Protokolle der Fed-Sitzung im März deuten darauf hin, dass die Zentralbank eine abwartende Haltung einnimmt, während anerkannt wird, dass die Risiken ausgewogener werden. Die Entscheidungsträger unterstützten überwiegend die Beibehaltung der Zinssätze, wobei fast alle Teilnehmer keine Änderung befürworteten und viele die Geldpolitik bereits als nahe am neutralen Bereich betrachteten, was eine hohe Hürde für weitere Straffungen impliziert.
Die Händler werden voraussichtlich den US-Verbraucherpreisindex (VPI) für März beobachten, der am Freitag veröffentlicht wird. Die Gesamtinflation wird voraussichtlich auf 3,3 % im Jahresvergleich (YoY) steigen, nach 2,4 %, angetrieben durch höhere Ölpreise im Zuge des Nahostkonflikts.
Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.
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