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EUR/JPY steigt über 182,50, da die Hoffnungen auf eine Lösung des Iran-Kriegs wachsen

FXStreetMar 16, 2026 4:07 AM
  • EUR/JPY steigt, da die Risikoaversion nach Berichten, dass US-Energieminister Chris Wright erwartet, dass der Iran-Krieg innerhalb von Wochen endet, nachlässt.
  • Steigende Ölpreise heben Europas Verwundbarkeit gegenüber höheren Energiekosten und potenzieller Verschlechterung der Handelsbilanz hervor.
  • Händler erwarten, dass die japanischen Behörden am Devisenmarkt intervenieren könnten, um die Schwäche des JPY einzudämmen.

EUR/JPY gewinnt nach zwei Tagen mit Verlusten an Boden und handelt während der asiatischen Handelsstunden am Montag um 182,60. Das Währungspaar steigt, da der Euro (EUR) Unterstützung gegenüber seinen Peers gewinnt, nachdem The Guardian berichtete, dass US-Energieminister Chris Wright erwartet, dass der Konflikt zwischen den USA und Israel mit dem Iran innerhalb der "nächsten Wochen" enden wird, was möglicherweise eine Erholung der Ölversorgung und eine Entspannung der Energiepreise ermöglichen könnte.

Allerdings könnte das Aufwärtspotenzial des EUR/JPY-Paares begrenzt bleiben, da der Euro weiterhin unter Druck von steigenden Ölpreisen steht, was Europas Verwundbarkeit gegenüber höheren Energiekosten unterstreicht, die die Handelsbilanz der Region belasten könnten. Der jüngste Anstieg der Energiepreise hat dazu geführt, dass die Geldmärkte zwei Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank in diesem Jahr einpreisen, was einen deutlichen Wandel im Vergleich zum letzten Monat darstellt, als keine geldpolitischen Maßnahmen erwartet wurden.

Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte am Sonntag, dass die Freiheit der Navigation durch die Straße von Hormuz so schnell wie möglich wiederhergestellt werden müsse. Macron forderte auch den Präsidenten des Iran auf, die seiner Meinung nach inakzeptablen Angriffe auf Länder in der Region, einschließlich Libanon und Irak, sofort zu stoppen.

Händler konzentrieren sich nun auf die bevorstehende geldpolitische Sitzung der EZB, bei der Präsidentin Christine Lagarde voraussichtlich darlegen wird, wie die Zentralbank beabsichtigt, den inflationsbedingten Druck im Zusammenhang mit dem Konflikt anzugehen.

In der Zwischenzeit könnte das EUR/JPY-Paar zusätzlichen Gegenwind erfahren, da der japanische Yen (JPY) Unterstützung findet, da die Erwartungen an eine mögliche Intervention der japanischen Behörden am Devisenmarkt steigen. Finanzministerin Satsuki Katayama sagte, die Regierung überwache die Währungsbewegungen genau und sei bereit, gegebenenfalls entschlossen zu handeln.

Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.

In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.

Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.

Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.

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