
Die Rallye beim AUD/JPY wurde am Donnerstag gestoppt, als das Währungspaar während der Sitzung um etwa 0,40% zurückging, aufgrund der breiten Stärke des japanischen Yen. Hawkische Kommentare von zwei Beamten der Bank of Japan belasteten das Paar, das zum Zeitpunkt des Schreibens unter der Marke von 111,00 handelt.
Der Aufwärtstrend bleibt beim AUD/JPY intakt, der trotz des Testens der täglichen Tiefs bei 110,26, darauf vorbereitet ist, die Sitzung am Donnerstag nahe den Hochs zu beenden, was die Tür für weiteres Aufwärtspotenzial öffnet.
Der Relative Strength Index (RSI) zeigte, dass die Käufer das Sagen haben, mit dem Index über seiner neutralen Linie, aber leicht nach unten geneigt, was darauf hindeutet, dass Händler den AUD/JPY dazu bringen könnten, die Marke von 110,00 herauszufordern.
Dennoch bleibt die Preisbewegung konstruktiv, da der AUD/JPY aufeinanderfolgende Serien von höheren Hochs und höheren Tiefs verzeichnete. Daher muss das Paar für eine bullische Fortsetzung 111,00 überwinden, gefolgt vom Jahreshoch von 111,47. Nach dem Durchbruch wäre das nächste Ziel 112,00.
Andererseits wäre bei weiterer Schwäche die erste Unterstützung des AUD/JPY das Tageshoch von 110,26, gefolgt von 110,00. Sollte das Paar letzteres durchbrechen, ist ein Rückgang in Richtung des 20-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 109,48 wahrscheinlich.

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.