tradingkey.logo
tradingkey.logo
Suchen

EZB unter Druck: Krieg könnte Zinsschritt deutlich vorziehen

FXStreetMar 20, 2026 6:43 AM
facebooktwitterlinkedin
Alle Kommentare anzeigen0

Der Chefanalyst von Nordea, Jan von Gerich, sieht die Europäische Zentralbank (EZB) nach ihrer jüngsten Entscheidung unter wachsendem Handlungsdruck. Zwar habe die Notenbank die Zinsen wie erwartet unverändert gelassen, zugleich aber signalisiert, bei steigenden Energiepreisen schneller zu reagieren, sollten diese die Inflation breiter antreiben. Ein anhaltender Krieg im Nahen Osten könnte demnach eine Zinserhöhung bereits auf die kommenden Sitzungen vorziehen, wobei der Juni als entscheidender Termin gilt.

Krieg, Energiepreise und Zeitpunkt der Zinserhöhung

„Die EZB hat die Zinsen wie erwartet unverändert gelassen, ist aber bereit zu handeln, um sowohl den Aufwärtsrisiken für die Inflation als auch den Abwärtsrisiken für das Wachstum durch den Krieg im Nahen Osten zu begegnen. Während die Unsicherheit deutlich zugenommen hat, ist das Risiko von Zinserhöhungen bereits bei den nächsten Sitzungen spürbar gestiegen.“

„Mit anderen Worten: Die EZB verfolgt die Entwicklung des Konflikts genau sowie die Frage, ob höhere Energiepreise auf breitere Verbraucherpreise und Inflationserwartungen übergreifen. Die zentrale Frage ist, ob sie die Geduld hat, auf Anzeichen einer breiteren Inflation zu warten, oder ob eine längere Phase hoher Energiepreise bereits ausreicht, um eine Zinserhöhung auszulösen.“

„Unser Basisszenario war bislang, dass die EZB die Zinsen erst im kommenden Jahr anhebt. Die Risiken für diese Prognose haben jedoch deutlich zugenommen. Sollte der Krieg im Nahen Osten nicht in den nächsten Wochen enden und die Energiepreise nicht zurückgehen, werden wir den ersten Zinsschritt voraussichtlich deutlich vorziehen, möglicherweise auf die Juni-Sitzung.“

„Die Finanzmärkte haben einen weiteren äußerst volatilen Tag erlebt, allerdings sind die Zinsen während der EZB-Pressekonferenz etwas zurückgegangen. Dennoch ist eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bis zur Juni-Sitzung vollständig eingepreist, während bis Jahresende insgesamt rund 60 Basispunkte an Straffung erwartet werden.“

Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar

Kommentare (0)

Klicken Sie auf die $-Schaltfläche, geben Sie das Symbol ein und wählen Sie eine Aktie, einen ETF oder einen anderen Ticker zum Verlinken aus.

0/500
Richtlinien für Kommentare
Wird geladen...

Empfohlene Artikel

tradingkey.logo
* Referenzen, Analysen und Handelsstrategien werden vom Drittanbieter Trading Central bereitgestellt, und der Standpunkt basiert auf der unabhängigen Bewertung und Beurteilung des Analysten, ohne die Anlageziele und die finanzielle Situation der Investoren zu berücksichtigen.
Risikohinweis: Unsere Website und mobile App bieten lediglich allgemeine Informationen zu bestimmten Anlageprodukten. Finsights stellt keine Finanzberatung oder Empfehlung für ein Anlageprodukt bereit, und die Bereitstellung solcher Informationen darf nicht als Finanzberatung durch Finsights ausgelegt werden.
Anlageprodukte unterliegen erheblichen Anlagerisiken, einschließlich des möglichen Verlusts des investierten Kapitals und sind möglicherweise nicht für jeden geeignet. Die vergangene Wertentwicklung von Anlageprodukten ist nicht unbedingt ein Hinweis auf deren zukünftige Wertentwicklung.
Finsights kann Drittanbietern oder Partnern erlauben, Werbung auf unserer Website oder in unserer mobilen App oder in Teilen davon zu platzieren oder bereitzustellen. Finsights kann für diese Anzeigenvergütung erhalten, basierend auf Ihrer Interaktion mit den Werbeanzeigen.
© Urheberrecht: FINSIGHTS MEDIA PTE. LTD. Alle Rechte vorbehalten.