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Tesla FSD und Fahrzeugkameras: EU-Autofahrer stehen vor schwierigen Sicherheitsentscheidungen

CryptopolitanJul 7, 2026 4:10 PM
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Die Initiative der Europäischen Union (EU) zur Erhöhung der Verkehrssicherheit hat nun richtig Fahrt aufgenommen, da sich die Vorschriften im Staatenbund so weit entwickelt haben, dass ab heute, dem 7. Juli, jedes neue Auto und jeder neue Lieferwagen, der in der EU zugelassen wird, mit einer permanent auf das Gesicht des Fahrers gerichteten Infrarotkamera ausgeliefert werden muss. 

Es droht nun eine Pattsituation, da die Erklärung der EU , dass das neue Update ihre Lösung zur drastischen Senkung der Verkehrsunfälle seidentfür Kritiker nicht ausreichend ist, die darauf bestehen, dass der Kompromiss zwischen Datenschutz und zusätzlichen Kosten ein schlechtes Geschäft für die Autofahrer darstellt.

Während sich dieses Drama abspielt, müssen Autofahrer in allen 27 Mitgliedstaaten, in denen die neue Regelung gilt, Entscheidungen treffen, und keine davon ist angenehm. 

  • Option A: Nehmen Sie ein Fahrzeug, das Ihre Augen studiert, blinzelt und Sie jedes Mal anstarrt, wenn der Motor anspringt.
  • Option B: Behalten Sie ein älteres Auto, für das die neuen Infrarotkamera-Regeln nicht gelten.

Für Fahrer auf dem Sicherheitsstreifen gerät Teslas Full Self-Driving (FSD), das als Lösung für den menschlichen Faktor beidentangepriesen wurde, ebenfalls unter Druck, da das Unternehmen in Europa den einmaligen Kaufpreis durch eine monatliche Gebühr ersetzt hat.

Warum werden in neuen EU-Autos Fahrerkameras eingebaut? 

Neuwagen, die in der EU verkauft werden, werden mit Infrarotkameras zur Fahrerüberwachung ausgestattet. Dies ist Teil der Anforderungen der Verordnung 2019/2144, der überarbeiteten Allgemeinen Sicherheitsverordnung der EU, die heute, am 7. Juli,  in ihre letzte Phase eingetreten ist

Vor der jüngsten Überarbeitung galten für neue Fahrzeugtypen ab 2022 und 2024 neue Bestimmungen gemäß der Allgemeinen Sicherheitsverordnung. Diese Phase führt fünf neue Merkmale für alle neuen Pkw und Transporter ein, die ab Händler verkauft werden: 

  • matic Notbremssystem mit Fußgänger- und Radfahrererkennung
  • trac
  • Neu gestaltete Fahrerkabinen für bessere Sicht nach vorn
  • Die Haftungstests wurden an abgefahrenen statt an neuen Reifen durchgeführt
  • Breitere Sicherheitsglasscheiben sollen Kopfverletzungen bei Fußgängern abmildern

EU erntet Kritik wegen Fahrzeugkamera 

Die Infrarotkamera, die Augenbewegungen, Blinzelfrequenz, Blickrichtung und Gähnen tracsoll, umtraczu messen, ist der umstrittenste Teil dieser Verordnung. 

Die störenden Elemente sind ebenfalls nicht zu übersehen. Eine Linse hinter dem Lenkrad oder in der Nähe der A-Säule ist schon schlimm genug. der Schweizer Zeitung Le News sind die Hersteller verpflichtet, die Kamera bei jedem Neustart des Fahrzeugs wieder einzuschalten, selbst wenn die Besitzer sie ausgeschaltet haben.

Laut dem Bericht versicherte das Schweizer Bundesamt für Straßen, dass die Bildverarbeitung in Echtzeit und in einem geschlossenen System erfolge. Es hieß außerdem, dass weder Videomaterial gespeichert noch durch eine biometrischedentgeleitet werde. Skeptiker schenken diesen Aussagen jedoch wenig Glauben. 

Cryptopolitan berichtete im Mai 2026, dass General Motors 12,75 Millionen Dollar zahlen musste, nachdem Kalifornien herausgefunden hatte, dass der Autohersteller heimlich Standort- und Fahrdaten von OnStar-Abonnenten an zwei Datenbroker verkauft hatte. 

Jede neue Sicherheitsfunktion ist mit zusätzlichen Kosten verbunden 

Der zweite Kritikpunkt betrifft das Geld. Laut AutoNext konzentriert sich die Online-Kritik sowohl auf die Kosten als auch auf die Überwachung, wobei die Käufer frustriert sind, dass jede neue Vorschrift die ohnehin schon hohen Neuwagenpreise weiter erhöht.

Alkohol spielt bei etwa einem Viertel der tödlichen Verkehrsunfälle in Europa eine Rolle, überhöhte Geschwindigkeit bei rund 30 Prozent. Das Europäische Parlament schätzt die Zahl der Verkehrstoten in der EU im Jahr 2024 auf rund 19.800. Die Kommission geht davon aus, dass die vollständige Verordnung bis 2038 mehr als 25.000 Leben retten und mindestens 140.000 schwere Verletzungen verhindern wird.

Teslas Alternative zur invasiven Überwachung, FSD, bietet Fahrern preislich keine große Entlastung. Der Elektroautohersteller hat die einmalige Anschaffung von 7.500 € für Full Self-Driving in Europa abgeschafft und bietet nun ein Abonnement für 99 € pro Monat an. 

Ein weiterer Haken ist die Abdeckung: FSD (Supervised) ist nur in den Niederlanden und Litauen zugelassen, sodass Käufer in anderen Ländern für eine Funktion zahlen, die ihr Fahrzeug legal nicht nutzen darf. CEO Elon Musk erklärte, dass ältere Fahrzeuge mit HW3-Hardware überhaupt keine vollständige Autonomie erreichen können und nachgerüstet werden müssten.

Datenschützer werden die geplanten Änderungen der EU nicht begrüßen. Neuwagen müssen bereits jetzt für Alkohol-Wegfahrsperren vorverkabelt sein, die Geräte selbst sind jedoch noch nicht vorgeschrieben. Brüssel prüft außerdem eine Technologie, die Fahrzeuge ab 2030 mithilfe von Verkehrszeichenerkennung und GPSmaticbremsen lassen soll, sobald sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschreiten. Dies ist jedoch noch eine frühe Idee und kein Gesetz. Die Kommission muss dem Parlament bis zum 7. Juli 2027 eine Bewertung der geltenden Regelungen vorlegen.

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