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Neue Krypto-Chain gestartet: Aster greift den Derivate-Markt an

FXStreetMar 18, 2026 7:16 AM
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Die dezentrale Perpetual-Börse Aster (ASTER) hat ihre eigene Blockchain gestartet. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, wurde mit der Aster Chain eine speziell für den Derivatehandel entwickelte Layer-1-Blockchain eingeführt.

Mit dem Start der neuen Haupt-Blockchain vollzieht Aster den Wechsel von bisher genutzten Drittanbieter-Netzwerken auf eine eigene Hochleistungs-Infrastruktur. Mit dem nun live geschalteten Chain-Genesis erhalten Händler die vollständige Kontrolle über ihre Vermögenswerte, Ausführungsgeschwindigkeiten auf dem Niveau zentralisierter Börsen sowie standardmäßig integrierte Datenschutzfunktionen, die Handelspositionen und Kontostände vor öffentlicher Einsicht verbergen.

Nach Angaben des Unternehmens erreicht die Layer-1-Blockchain Blockzeiten von rund 50 Millisekunden und kann bis zu 100.000 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten. Gleichzeitig sollen durch ein hybrides Konsensmodell namens Proof-of-Staked Authority (PoSA) Transaktionsgebühren entfallen. Orderabgleich und Abwicklung erfolgen vollständig auf der Blockchain über eine integrierte Clearingstelle.

Zudem nutzt das System Echtzeit-Oracles, die Preisdaten von 14 großen Börsen zusammenführen und daraus gewichtete Medianpreise berechnen. Dadurch sollen unter anderem Finanzierungssätze, Referenzpreise und Liquidationen präzise bestimmt werden.

Darüber hinaus sollen Cross-Chain-Brücken Ein- und Auszahlungen über mehrere Netzwerke hinweg ermöglichen, darunter BNB Chain, Ethereum, Arbitrum und Solana. Ziel ist es, Liquidität aus verschiedenen Blockchain-Ökosystemen zu bündeln.

Die Plattform setzt standardmäßig auf Kontodatenschutz. Möglich wird dies durch verschlüsselte Orders, die mithilfe von Zero-Knowledge-Verfahren überprüfbar sind, sowie durch einmalig verwendete sogenannte Stealth-Adressen. Dadurch soll verhindert werden, dass Wallets miteinander verknüpft oder Handelsaktivitäten nachverfolgt werden können, sofern Nutzer keinen Zugriff über einen sogenannten Viewer Pass freigeben.

„Anders gesagt: Es gibt keine Möglichkeit, Ihre Wallet mit Ihren Trades zu verknüpfen. Niemand kann Ihr Handelsverhalten nachverfolgen, miteinander in Verbindung bringen oder rekonstruieren. Möchten Sie nachweisen, was Sie getan haben? Dann erstellen Sie einen Viewer Pass. Dieser entschlüsselt Ihre On-Chain-Daten für diejenigen, mit denen Sie ihn teilen. Alle anderen haben keinen Zugriff darauf“, schrieb Aster am Dienstag im Netzwerk X.

Die Einführung der neuen Blockchain erfolgt schrittweise. Zunächst sind Partnerschaftsankündigungen geplant, anschließend soll noch in dieser Woche öffentliches Staking für Inhaber des ASTER-Tokens starten. Weitere Schritte umfassen den Ausbau des Ökosystems über das Programm „Aster Code“ sowie eine umfassende Überarbeitung von Marke und Benutzeroberfläche. Ein auf Datenschutz ausgerichteter Blockchain-Explorer ist laut Aster bereits online und ermöglicht Abfragen von On-Chain-Daten.

Der Start der Aster Chain erfolgt in einem zunehmend umkämpften Markt für Perpetual-DEX-Plattformen. Zu den Wettbewerbern zählt etwa Hyperliquid, das ebenfalls auf einer eigenen Layer-1-Blockchain läuft. Mit Fokus auf Datenschutz und schnelle Ausführung könnte Aster versuchen, sich in diesem Wettbewerb zu differenzieren.

Der Token ASTER notierte am Dienstag bei 0,76 US-Dollar und lag damit zum Zeitpunkt der Veröffentlichung rund vier Prozent über dem Niveau der vergangenen 24 Stunden.

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