Kupfer vor dem nächsten Preisschub? Commerzbank warnt vor Angebotslücke
Barbara Lambrecht von der Commerzbank weist darauf hin, dass die Kupferpreise an der LME nahe ihren Rekordständen notieren. Gleichzeitig ist der Abstand zwischen dem Kassapreis und dem Drei-Monats-Kontrakt ungewöhnlich groß. Grund dafür sind sinkende Lagerbestände an der LME sowie vorgezogene Käufe in den USA im Zusammenhang mit möglichen Zöllen. Auf der Angebotsseite sorgen schwache Margen der Kupferhütten und mögliche Produktionskürzungen in China und der Demokratischen Republik Kongo für zusätzliche Unsicherheit. Zugleich sprechen das längerfristige Nachfragewachstum und die schleppende Entwicklung neuer Minen für eine künftige Angebotslücke bei Kupfer.
Knappe Lagerbestände und strukturelle Defizite
„Auch wenn die Frist für den Bericht bereits abgelaufen ist, dürfte der starke Anstieg der Importe zumindest kurzfristig anhalten.“
„Damit bestehen sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite Risiken: Die Nachfrage in den USA könnte nachlassen, falls Zölle auf raffiniertes Kupfer verschoben werden und die US-Marktteilnehmer dadurch eine weitere Atempause erhalten.“
„Auf der anderen Seite könnte das Angebot hinter den Erwartungen zurückbleiben, falls sich das Produktionswachstum in den beiden wichtigsten Wachstumsmärkten der vergangenen Jahre deutlich abschwächt.“
„Dennoch warnen wir mittel- bis langfristig vor einer Angebotslücke am Markt: Die Kupfernachfrage wird durch technologische Veränderungen und den energiepolitischen Wandel der Weltwirtschaft angetrieben.“
„Unter den derzeitigen Bedingungen rechnet die IEA bis 2035 mit einer Angebotslücke von 25 Prozent.“
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