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Öl-Schock treibt Inflation: Notenbanken könnten länger stillhalten

FXStreetMar 24, 2026 7:31 AM
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Die Strategin TD Securities, Pooja Kumra, sieht in den Störungen in Katar und Iran einen Grund für ein höheres Ölpreisniveau im Jahr 2026 im Vergleich zur Zeit vor der Krise. Das Institut hält an seiner Annahme einer Preisspanne im mittleren Bereich von 90 US-Dollar fest und weist darauf hin, dass bereits ein Anstieg des Ölpreises um 10 Prozent die Gesamtinflation spürbar erhöhen kann. Diese Neubewertung beim Öl dürfte frühe Zinsschritte der Europäische Zentralbank und der Bank of England begrenzen.

Konfliktbedingte Störungen stützen höhere Ölpreisbasis

„Wie bereits erwähnt, sprechen die anhaltenden Störungen in wichtigen Anlagen sowohl in Katar als auch im Iran für eine globale Neubewertung der Ölpreise in diesem Jahr. Wir halten an unserer Annahme fest, dass dieses neue Niveau für 2026 bei 90 bis 95 US-Dollar liegt, verglichen mit 65 US-Dollar je Barrel vor der Krise.“

„Ein Anstieg des Ölpreises um 10 Prozent erhöht die Gesamtinflation kurzfristig weiterhin um 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte.“

„Ein Ölpreisschock bedeutet, dass der Inflationsanstieg dem Wachstumsschock vorausgeht, wie bereits im Fall der Russland-Ukraine-Krise.“

„Eine geringere Intensität dürfte zudem die Erwartungen an Zinserhöhungen bereits bei den Sitzungen im April sowohl der EZB als auch der Bank of England dämpfen. Gleichzeitig fällt es uns weiterhin schwer zu sagen, dass die Märkte bereit sind, zu den Endzinserwartungen vor dem Konflikt zurückzukehren.“

„Was die Zentralbanken betrifft, bezweifeln wir, dass sie ihre Kommunikation so schnell auf Basis eines einzelnen Ereignisses ändern werden. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich das neue Basisniveau für Ölpreise deutlich verschoben hat, auch wenn die Intensität des Krieges nachgelassen haben mag.“

„TD geht weiterhin davon aus, dass mögliche Zinsänderungen durch die EZB oder die Bank of England eher ein Thema für die zweite Jahreshälfte sind.“

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