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Britisches Pfund bleibt gegenüber dem Yen unter Druck, da die Risk-off-Stimmung die hawkische BoE konterkariert

FXStreetNov 6, 2026 9:01 AM
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  • GBP/JPY gibt den zweiten Tag in Folge angesichts einer Kombination negativer Faktoren nach.
  • Der Risk-off-Impuls kommt dem sicheren Hafen JPY angesichts zunehmender Wetten auf eine Zinserhöhung der BoJ im Dezember zugute.
  • Ein festerer USD belastet das GBP, obwohl die hawkischen Aussichten der BoE dazu beitragen könnten, die Verluste zu begrenzen.

Das GBP/JPY-Kreuz zieht am Freitag den zweiten Tag in Folge Verkäufer an und setzt damit seine in dieser Woche begonnene Retracement-Abwärtsbewegung aus dem Bereich von 23,75, einem Zweimonatshoch, fort. Die Kassakurse verzeichnen in der ersten Hälfte der europäischen Sitzung weiterhin Tagesverluste und notieren derzeit knapp über der Mitte der Marke von 211,00, was einem Tagesverlust von nahezu 0,35 % angesichts einer Kombination von Faktoren entspricht.

Die allgemeine Risk-off-Stimmung kommt dem relativen Status des japanischen Yen (JPY) als sicherem Hafen zugute, während das britische Pfund (GBP) im Vorfeld des wichtigen US-Arbeitsmarktberichts durch die anhaltende Erholung des US-Dollars (USD) Gegenwind erfährt. Der JPY erhält zudem Unterstützung durch die hawkischen Aussichten der Bank of Japan (BoJ). Tatsächlich zeigte das am Donnerstag veröffentlichte Protokoll der BoJ-Sitzung im September, dass die Entscheidungsträger übereinstimmten, es sei angemessen, den Leitzins weiter anzuheben und das Ausmaß der geldpolitischen Lockerung anzupassen. Damit wurden die Wetten auf eine Zinserhöhung im Dezember bekräftigt und der JPY gestützt.

Unterdessen könnte das GBP durch die hawkische Wende der Bank of England (BoE) Unterstützung erhalten, die erstmals seit mehr als drei Jahren die Zinssätze anhob und signalisierte, dass eine weitere Erhöhung wahrscheinlich ist, sofern der Krieg zwischen den USA und dem Iran nicht beigelegt wird. Darüber hinaus verringerte der Herbsthaushalt von Schatzkanzler John Healey für 2026 die unmittelbaren Risiken einer außer Kontrolle geratenden Haushaltskrise, was dazu beitragen könnte, die Verluste des GBP weiter zu begrenzen. Dies wiederum könnte dem GBP/JPY-Kreuz etwas Unterstützung bieten, was bei aggressiv bärischen Händlern Vorsicht und eine Positionierung für eine weitere Abwärtsbewegung rechtfertigt.

BoE - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Bank of England (BoE) legt die Geldpolitik Großbritanniens fest. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität mit einer Inflationsrate von 2 %. Änderungen des Leitzinses wirken sich unmittelbar auf den Wert des britischen Pfunds aus.

Wenn die Inflation das Ziel der Bank of England übersteigt, reagiert sie mit Zinserhöhungen, was es für Privatpersonen und Unternehmen teurer macht, Kredite aufzunehmen. Dies ist positiv für das Pfund, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für globale Investoren attraktiver machen.

In Krisenzeiten greift die Bank of England zu außergewöhnlichen Maßnahmen wie der sogenannten quantitativen Lockerung (Quantitative Easing, QE). Diese Politik wird angewandt, wenn Zinssenkungen nicht ausreichen, um das Finanzsystem wieder in Gang zu bringen. QE bedeutet, dass die Bank of England große Mengen an Geld druckt, um Vermögenswerte – in der Regel Staatsanleihen oder hoch bewertete Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstituten zu kaufen. Dies soll die Kreditvergabe ankurbeln, hat jedoch oft zur Folge, dass das Pfund Sterling an Wert verliert.

Die sogenannte Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenstück zur quantitativen Lockerung (QE) und wird in Phasen einer erstarkenden Wirtschaft und steigender Inflation angewendet. Während die Bank of England im Rahmen von QE Staats- und Unternehmensanleihen erwirbt, um die Kreditvergabe anzukurbeln, stellt sie bei QT diese Käufe ein und reinvestiert fälliges Kapital aus bereits gehaltenen Anleihen nicht. QT gilt in der Regel als förderlich für die Stabilität des britischen Pfunds.

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