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Yen-Schock: Greift Japan heimlich ein – droht jetzt der nächste Absturz?

FXStreetMay 4, 2026 5:11 AM
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Der Währungsstratege Derek Halpenny von MUFG geht davon aus, dass die jüngsten Bewegungen rund um die Marke von 160 im Währungspaar USD/JPY auf erneute Interventionen japanischer Behörden hindeuten. Die Maßnahmen seien wohl darauf ausgerichtet, der Bank of Japan und der Regierung Zeit zu verschaffen, um mit Unsicherheiten im Nahen Osten sowie steigenden Lebenshaltungskosten im Inland umzugehen. Zugleich warnt er, dass der Dollar gegenüber dem Yen rasch wieder anziehen könnte, sollte sich die Lage bei Energiepreisen oder geopolitischen Risiken verschärfen.

BoJ-Maßnahmen wohl als Zeitgewinn gedacht

„Der Rückgang von USD/JPY um gleich fünf große Figuren ist allein durch verbale Interventionen kaum zu erklären, und der Bericht der Nikkei, wonach tatsächlich eingegriffen wurde, deutet stark auf Interventionen hin.“

„Diese Intervention verschafft der BoJ Zeit, die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten zu bewerten. Die Zurückhaltung bei einer Zinserhöhung in dieser Woche war angesichts der unklaren Lage nachvollziehbar. Diese Zurückhaltung, gepaart mit einer restriktiveren Haltung der US-Notenbank, hat den Spielraum für einen destabilisierenden Abverkauf des Yen eröffnet – möglicherweise bereits in der kommenden Woche, wenn Japan wegen der Golden Week von Montag bis Mittwoch Feiertage hat.“

„Da die Short-Positionen im Yen jedoch weniger stark ausgeprägt sind als in früheren Interventionsphasen, besteht die Gefahr, dass diese Maßnahme keine nachhaltige Wirkung entfaltet. Eine Eskalation des Konflikts und/oder ein weiterer Anstieg der Energiepreise könnte dazu führen, dass USD/JPY rasch wieder nach oben dreht.“

„Interventionen des Finanzministeriums zugunsten des Yen im Oktober 2022 und im Juli 2024 waren zeitweise erfolgreich, da sie mit einem Rückgang der US-Renditen zusammenfielen oder kurz darauf folgten. Zum Zeitpunkt der Intervention im April/Mai 2024 gingen die US-Renditen jedoch nicht zurück, sodass bis Juli erneut eingegriffen werden musste.“

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