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Pfund Sterling bleibt gegenüber dem USD unter Druck, bewegt sich nach dem britischen VPI-Bericht kaum

FXStreetMar 25, 2026 7:19 AM
  • GBP/USD trifft auf neues Angebot, nachdem es nicht gelang, den 200-Tage-SMA zu durchbrechen.
  • Geopolitische Unsicherheiten und Inflationsängste stützen den USD und belasten das Paar.
  • Der britische VPI entspricht den Markterwartungen und beeinflusst das GBP kaum.

Das GBP/USD-Paar stößt erneut auf Ablehnung in der Nähe des technisch bedeutenden 200-Tage Simple Moving Average (SMA) und dreht am Mittwoch zum zweiten Mal in Folge nach unten. Die Kassapreise halten sich im frühen europäischen Handel mit moderaten Intraday-Verlusten unter der Marke von 1,3400 und reagieren kaum auf die jüngsten britischen Verbraucherinflationszahlen.

Das britische Amt für nationale Statistik (ONS) berichtete, dass der headline Verbraucherpreisindex (VPI) im Februar im Jahresvergleich um 3,0 % gestiegen ist, was dem Wert des Vormonats und den Konsensschätzungen entspricht. Darüber hinaus lag der Kern-VPI, der volatile Lebensmittel- und Energieposten ausschließt, ebenfalls im Rahmen der Erwartungen und stieg im Jahresvergleich von 3,1 % im Januar auf 3,2 %. Die Daten bestätigen den hawkischen Ausblick der Bank of England (BoE), geben dem Pfund Sterling (GBP) oder dem GBP/USD-Paar jedoch angesichts einiger Käufe des US-Dollars (USD) keinen Auftrieb.

Trotz Berichten, dass diplomatische Bemühungen im Gange sind, um einen einmonatigen Waffenstillstandsmechanismus zwischen den USA und dem Iran zu etablieren, zeigt der Konflikt bisher keine Anzeichen einer Entspannung. Tatsächlich setzt Israel seine Angriffe auf die Islamische Republik fort, während die Trump-Administration Tausende Soldaten der Elite-82. Luftlandedivision der US-Armee in den Nahen Osten entsandt hat. Dies hält die geopolitischen Risiken aufrecht, was wiederum den sicheren Hafen USD stützt angesichts aufkommender Wetten auf Zinserhöhungen durch die Federal Reserve (Fed) und das GBP/USD-Paar belastet.

Unterdessen signalisierte die britische Zentralbank letzte Woche eine mögliche Zinserhöhung bereits im April aufgrund von Inflationsängsten infolge des Iran-Kriegs. Dies könnte Händler davon abhalten, aggressive bärische Wetten auf das GBP zu platzieren, weshalb vor einer weiteren Abwertung des GBP/USD-Paares Vorsicht geboten ist. Dennoch ist eine nachhaltige Stärke und Akzeptanz über dem 200-Tage-SMA erforderlich, um die Grundlage für eine bedeutende Aufwärtsbewegung kurzfristig zu untermauern.

Wirtschaftsindikator

Kern-Verbraucherpreisindex (Jahr)

Der Kern-Verbraucherpreisindex (VPI) des Vereinigten Königreichs wird monatlich vom Office for National Statistics veröffentlicht und misst die Verbraucherpreisinflation – also die Rate, mit der sich die Preise für von Haushalten gekaufte Waren und Dienstleistungen verändern. Die Berechnung erfolgt nach internationalen Standards, um Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Der Jahresvergleich (Year-over-Year, YoY) zeigt, wie sich die Preise im aktuellen Berichtsmonat im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres entwickelt haben. Die Kernrate des VPI schließt besonders schwankungsanfällige Komponenten wie Lebensmittel, Energie, Alkohol und Tabak aus. Der Kern-VPI gilt als wichtiger Indikator für die Inflation und die Entwicklung der Kaufkraft. Ein hoher Wert wird in der Regel als positiv (bullish) für das britische Pfund (GBP) gewertet, ein niedriger Wert dagegen als negativ (bärisch).

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Letzte Veröffentlichung: Mi März 25, 2026 07:00

Häufigkeit: Monatlich

Aktuell: 3.2%

Prognose: 3.1%

Vorher: 3.1%

Quelle: Office for National Statistics

Die Bank of England hat die Aufgabe, die Inflation, gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI), bei etwa 2 % zu halten, was der monatlichen Veröffentlichung eine große Bedeutung verleiht. Ein Anstieg der Inflation signalisiert eine schnellere und frühere Erhöhung der Zinssätze oder die Reduzierung der Anleihekäufe durch die BOE, was eine Verknappung des Angebots an Pfund bedeutet. Umgekehrt deutet ein Rückgang des Tempos des Preisanstiegs auf eine lockere Geldpolitik hin. Ein höher als erwartetes Ergebnis ist tendenziell GBP-bullish.

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