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EUR/GBP hält sich stabil, da die EMI-Daten der Eurozone und Großbritannien enttäuschen

FXStreetMar 24, 2026 12:29 PM
  • EUR/GBP hält sich stabil, während die Aktivität in der Eurozone und im Vereinigten Königreich (UK) nachlässt.
  • Der Dienstleistungssektor der Eurozone bremst die Gesamtaktivität trotz einer Erholung im verarbeitenden Gewerbe.
  • Die britischen EMI-Daten schwächten sich ebenfalls ab und verstärken die Anzeichen einer breiteren Verlangsamung der Aktivität

EUR/GBP notiert am Dienstag um 0,8650 und hält sich im Tagesverlauf stabil, während die Anleger eine Reihe schwächer als erwarteter Aktivitätsdaten sowohl aus der Eurozone als auch aus dem Vereinigten Königreich (UK) verarbeiten, die auf eine deutliche Wachstumsverlangsamung hinweisen.

In der Eurozone fiel der vorläufige HCOB Composite Einkaufsmanager-Index (EMI) im März auf 50,5 von 51,9 im Februar und lag damit unter den Markterwartungen. Der Rückgang wird hauptsächlich durch eine deutliche Verlangsamung im Dienstleistungssektor verursacht, dessen Index auf 50,1 sank. Der verarbeitende Gewerbesektor zeigt hingegen Anzeichen einer Verbesserung, stieg auf 51,4 und deutet auf eine teilweise Erholung der Industrieaktivität hin.

Chris Williamson, Chief Business Economist bei S&P Global Market Intelligence, stellte fest, dass die Daten Stagflationsängste schüren, da der Krieg im Nahen Osten zu einem starken Anstieg der Energiepreise führt und die Lieferketten stört. Die Lieferzeiten der Zulieferer verlängern sich deutlich, während die Kosten der Unternehmen so schnell wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr steigen.

Im Vereinigten Königreich ist der Trend ähnlich. Der S&P Global Composite EMI sank im März auf 51 von zuvor 53,7, belastet durch eine Verlangsamung sowohl im Dienstleistungs- als auch im verarbeitenden Gewerbesektor. Der Rückgang ist besonders im Dienstleistungssektor ausgeprägt, der von 53,9 auf 51,2 fiel und einen deutlichen Nachfragerückgang signalisiert.

Nach Einschätzung der Analysten von TD Securities erfolgt diese Verschlechterung in einem Umfeld zunehmender Kostendrucke, insbesondere aufgrund höherer Energiepreise und anhaltender Lieferengpässe. Sie erwarten zudem, dass die britische Inflation im Februar mit 3 % im Jahresvergleich stabil bleibt, bevor sie in den kommenden Monaten möglicherweise ansteigt, da der Energieschock zunehmend in den Daten sichtbar wird.

Der Markt richtet den Fokus nun auf die später am Tag anstehenden Reden von Vertretern der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie auf die am Mittwoch erwarteten britischen Inflationsdaten, die weitere Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick geben und die nächste Bewegung im EUR/GBP-Kurs auslösen könnten.

Wirtschaftsindikator

HCOB Composite EMI

Der Composite PMI wird monatlich von S&P Global und der Hamburg Commercial Bank (HCOB) veröffentlicht und gilt als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in der Eurozone – sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor. Grundlage des Index sind Umfragen unter Führungskräften, wobei jede Antwort nach der Unternehmensgröße und dessen Beitrag zur Gesamtproduktion des jeweiligen Sektors gewichtet wird. Die Befragten geben an, wie sich bestimmte Geschäftsfaktoren im laufenden Monat im Vergleich zum Vormonat verändert haben. Die Ergebnisse können frühzeitig Hinweise auf Trends in wichtigen volkswirtschaftlichen Kennzahlen wie dem Bruttoinlandsprodukt (BIP), der Industrieproduktion, der Beschäftigung und der Inflation geben. Der Index bewegt sich zwischen 0 und 100. Ein Wert von 50,0 zeigt keine Veränderung zum Vormonat. Werte über 50 deuten auf eine allgemeine Expansion der privaten Wirtschaft hin und gelten als bullishes Signal für den Euro (EUR). Werte unter 50 signalisieren hingegen einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität und werden meist als bärisch für den EUR gewertet.

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Letzte Veröffentlichung: Di März 24, 2026 09:00 (Zuvor)

Häufigkeit: Monatlich

Aktuell: 50.5

Prognose: 51.1

Vorher: 51.9

Quelle: S&P Global

Wirtschaftsindikator

S&P Global Gesamt-EMI

Der Composite Purchasing Managers Index (PMI), der monatlich von S&P Global veröffentlicht wird, ist ein Frühindikator zur Messung der privaten Wirtschaftstätigkeit im Vereinigten Königreich – sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor. Die Daten basieren auf Umfragen unter Führungskräften. Jede Antwort wird dabei entsprechend der Unternehmensgröße und dem Anteil des jeweiligen Teilsektors an der Gesamtproduktion von Industrie oder Dienstleistungen gewichtet. Die Umfrageergebnisse spiegeln die Veränderung des aktuellen Monats im Vergleich zum Vormonat wider und können Trends in offiziellen Datenreihen wie dem Bruttoinlandsprodukt (BIP), der Industrieproduktion, der Beschäftigung und der Inflation vorwegnehmen. Der Index liegt zwischen 0 und 100, wobei ein Wert von 50,0 keine Veränderung zum Vormonat signalisiert. Ein Wert über 50 zeigt eine Expansion der privaten Wirtschaft im Vereinigten Königreich an und gilt als positives Signal für das Britische Pfund (GBP). Liegt der Wert hingegen unter 50, deutet das auf eine rückläufige Aktivität hin, was als negativ für das GBP angesehen wird.

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Letzte Veröffentlichung: Di März 24, 2026 09:30 (Zuvor)

Häufigkeit: Monatlich

Aktuell: 51

Prognose: 52.8

Vorher: 53.7

Quelle: S&P Global

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