Thailand hält Zinsen bei 1 Prozent: Droht dem Baht jetzt die nächste Schwäche?
Die thailändische Notenbank hat ihren Leitzins unverändert bei 1,00 Prozent belassen und zugleich ihre Wachstumsprognosen angehoben. Darauf verweisen die OCBC-Strategen Sim Moh Siong und Christopher Wong. Während stärkere Exporte und Investitionen die Konjunktur stützen, sieht die Bank of Thailand (BoT) neue Inflationsrisiken durch steigende Ölpreise und das Wetterphänomen El Niño. Die Analysten erwarten kurzfristig keine Änderung der Geldpolitik, rechnen für das erste Halbjahr 2027 allerdings mit Zinserhöhungen um insgesamt 50 Basispunkte. Charttechnisch deutet sich beim Währungspaar USD/THB eine mögliche Doppel-Top-Formation an. Wichtige Marken liegen bei 33,62 auf der Unterseite sowie zwischen 33,85 und 33,90 auf der Oberseite.
Bank of Thailand legt Zinspause ein - USD/THB zeigt mögliches Doppel-Top
„USD/THB hat sich über Nacht etwas von seinen jüngsten Höchstständen entfernt. Die Bank of Thailand beließ ihren Leitzins wie von uns erwartet unverändert bei 1,00 Prozent. Gleichzeitig hob die Notenbank ihre Wachstumsprognosen für 2026 und 2027 an. Ausschlaggebend dafür sind die stärkere Exportentwicklung und höhere Investitionen im Zusammenhang mit dem KI-Investitionszyklus.“
„Kurzfristig bleiben wir für den thailändischen Baht leicht zurückhaltend. Die angehobenen Wachstumsprognosen sind zwar ermutigend. Angesichts der uneinheitlichen Konjunkturerholung scheint die Bank of Thailand jedoch weiterhin mit einer lockeren Geldpolitik zufrieden zu sein. Unsere Ökonomen erwarten deshalb, dass der geldpolitische Ausschuss den Leitzins auch bei seiner Sitzung am 23. Dezember unverändert lässt. Wir werden allerdings genau auf den Ton der begleitenden Erklärung achten, um mögliche Hinweise auf eine etwas restriktivere geldpolitische Haltung zu erkennen.“
„Wir halten an unserer Einschätzung fest, dass die Bank of Thailand ihre Geldpolitik im ersten Halbjahr 2027 schrittweise normalisieren und den Leitzins um insgesamt 50 Basispunkte anheben wird. Vorerst dürften jedoch vor allem internationale Entwicklungen die Richtung des Baht bestimmen. Ein Rückgang des US-Dollars und der Ölpreise könnte der thailändischen Währung ebenso etwas Entlastung verschaffen wie eine Stabilisierung des Goldpreises. Erneut steigende Energiepreise bleiben allerdings ein Risiko.“
„Die Kursdynamik im Tageschart ist derzeit weitgehend neutral, während der Relative-Stärke-Index (RSI) etwas nachgegeben hat. Wir hatten bereits zuvor auf die mögliche Ausbildung eines Doppel-Tops hingewiesen. Sollte sich diese bärische Umkehrformation bestätigen, liegen die nächsten Unterstützungen bei 33,62 an der 21-Tage-Linie sowie im Bereich von 33,25 bis 33,30, wo die gleitenden Durchschnitte der vergangenen 50 und 100 Tage verlaufen. Auf der Oberseite befindet sich im Bereich zwischen 33,85 und 33,90 der Widerstand der Doppel-Top-Formation.“
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