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EZB vor neuem Zinsschub: Drei weitere Erhöhungen bis März 2027?

FXStreetAug 27, 2026 8:40 PM
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Jan von Gerich von Nordea geht davon aus, dass die Europäische Zentralbank ihren Blick weiterhin vor allem auf die Aufwärtsrisiken für die Inflation richtet und ihren geldpolitischen Straffungskurs fortsetzen dürfte. Zwar betont der Bericht die Abhängigkeit weiterer Entscheidungen von den Konjunktur- und Inflationsdaten, rechnet aber dennoch mit drei weiteren Zinserhöhungen im September, Dezember und März 2027. Der Einlagensatz würde damit auf 3 Prozent steigen. Entscheidend für den weiteren Zinskurs dürften vor allem die Energiepreise und der allgemeine Preisdruck sein.

EZB behält Inflationsrisiken im Blick

„Das Protokoll der geldpolitischen Sitzung der EZB im Juli stützt zusätzlich die Einschätzung, dass sich die EZB derzeit weiterhin hauptsächlich um Aufwärtsrisiken für die Inflation sorgt und die Zinsen erneut anheben muss, sofern sich die Aussichten für die Preisentwicklung nicht deutlich verbessern.“

„Dass bislang keine Zweitrundeneffekte zu beobachten sind, verschafft der EZB vorerst Spielraum, die weitere Entwicklung abzuwarten. Dies steht unserer Einschätzung nach grundsätzlich mit Zinserhöhungen um 25 Basispunkte im Quartalsrhythmus im Einklang und spricht gegen eine schnellere Straffung der Geldpolitik. Allerdings könnte sich die Lage noch zuspitzen und damit für ein stärker vorbeugendes Vorgehen und schnellere Zinserhöhungen sprechen.“

„Es wurde argumentiert, dass ein vorbeugendes Eingreifen gerechtfertigt sein könnte, sollte sich die Lage ausreichend zuspitzen. Anzeichen dafür wären nicht mehr fest verankerte Inflationserwartungen, klare Hinweise auf einen zunehmenden grundlegenden Preisdruck oder Unternehmen, die ihre Preise schneller als üblich anpassen.“

„Daher gehen wir weiterhin davon aus, dass die EZB die Zinsen noch mehrmals im Quartalsrhythmus anheben wird. Konkret erwarten wir Zinsschritte im September, Dezember und März 2027, wodurch der Einlagensatz auf 3 Prozent steigen würde. Derzeit überwiegen allerdings die Risiken, dass es zu weniger Zinserhöhungen kommt.“

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