China überrascht mit starken Daten: Yuan gewinnt an Kraft – Druck auf Notenbank sinkt
Die französische Großbank Société Générale sieht in den besser als erwarteten Einkaufsmanagerdaten aus China ein Signal für ein langsames, aber stetiges Wirtschaftswachstum. Dadurch nehme der Druck auf die chinesische Notenbank ab, ihre Geldpolitik weiter zu lockern. Zugleich sei der USD/CNY-Kurs unter seine 50-Tage-Linie gefallen, während die Stärke des Yuan von robusten Exporten profitiere, die durch den weltweiten KI-Boom gestützt würden. Zudem verweist die Bank auf einen höheren handelsgewichteten CEFTS-RMB-Index sowie steigende Renditen zehnjähriger chinesischer Staatsanleihen.
Yuan-Stärke wird von Exporten getragen
„Chinas Einkaufsmanagerindizes signalisieren ein langsames Wachstum, zugleich besteht jedoch weniger Dringlichkeit für weitere geldpolitische Lockerungen durch die PBoC: Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg im Juni stärker als erwartet von 50,0 auf 50,3, während der Index für den Nicht-Industriesektor überraschend von 50,1 auf 50,2 zulegte.“
„Die Bullen beim Yuan haben die Kontrolle übernommen. USD/CNY ist nach den schwächer als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten außerhalb der Landwirtschaft vom Vortag wieder unter 6,7938 und damit unter den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt gefallen. Der private RatingDog-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe expandierte im Juni den siebten Monat in Folge.“
„Der Anstieg des Yuan in der ersten Jahreshälfte 2026 spiegelt die robuste Exportentwicklung wider, die teilweise vom weltweiten KI-Boom getragen wurde. Der EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič und Chinas Handelsminister Wang Wentao führten in Brüssel Gespräche mit dem Ziel, Handelsstreitigkeiten beizulegen. Der handelsgewichtete CEFTS-RMB-Index stieg auf den höchsten Stand seit Juli 2022.“
„Im Inland richtet sich der Fokus nun auf die Sitzung des Politbüros später in diesem Monat. Die Staatliche Kommission für Entwicklung und Reform (NDRC) hat die Aufsicht über die Kapitalbeschaffung verschärft und Banken aufgefordert, keine hochverzinslichen Yuan- und US-Dollar-Anleihen mehr zu begleiten.“
„Ziel ist es, die Aufnahme teurer Kredite und eine übermäßige Schuldenfinanzierung einzudämmen, insbesondere bei den Finanzierungsgesellschaften der Lokalregierungen. Die Rendite zehnjähriger chinesischer Staatsanleihen stieg in dieser Woche um drei Basispunkte auf 1,75 Prozent.“
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