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Inflation auf Rekordhoch: Vietnams Wirtschaft gerät unter Druck

FXStreetJun 5, 2026 6:17 AM
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Die Commerzbank weist darauf hin, dass der vietnamesische Verbraucherpreisindex (CPI) im Mai auf 5,6 Prozent im Jahresvergleich gestiegen ist. Das ist der höchste Wert seit Januar 2020. Ausschlaggebend waren vor allem höhere Preise für Lebensmittel und Energie. Gleichzeitig weitete sich das Handelsdefizit dank eines kräftigen Importwachstums auf den Rekordwert von 5,2 Milliarden US-Dollar aus. Trotz dieses angebotsseitigen Drucks bleibt USD/VND durch einen stabilen Referenzkurs der Staatsbank Vietnams (SBV) vergleichsweise fest verankert. Der Dong hat seit Jahresbeginn gegenüber dem US-Dollar lediglich 0,3 Prozent verloren.

Höherer Verbraucherpreisindex und Rekord-Handelsdefizit

„Die Inflation lag im Mai mit 5,6 Prozent im Jahresvergleich leicht unter den Erwartungen (Bloomberg-Konsens: 5,8 Prozent) und nach 5,5 Prozent im April. Damit wurde der höchste Wert seit Januar 2020 erreicht. In den ersten fünf Monaten des Jahres lag die durchschnittliche Inflation bei 4,3 Prozent und damit leicht unter dem Zielwert der Staatsbank Vietnams (SBV) von 4,5 Prozent.“

„Der Anstieg wurde von hohen Preisen für Lebensmittel und Energie getragen, da diese Bereiche von Lieferunterbrechungen infolge der Spannungen im Nahen Osten betroffen waren. Die Kerninflation, bei der volatile und administrierte Preise ausgeklammert werden, verharrte bei 4,7 Prozent und blieb damit gegenüber April unverändert.“

„Am Devisenmarkt stieg USD/VND gestern um 0,1 Prozent auf 26.344. Das Währungspaar wird weiterhin durch einen stabilen SBV-Referenzkurs gestützt, der im vergangenen Monat kaum verändert wurde. Dennoch liegt der Kurs noch immer 1,1 Prozent über dem Niveau vor Ausbruch des Konflikts. Seit Jahresbeginn hat der Dong gegenüber dem US-Dollar 0,3 Prozent verloren.“

„Insgesamt sieht sich die Wirtschaft zunehmendem Gegenwind auf der Angebotsseite gegenüber, da sich der Inflationsanstieg beschleunigt. Positiv ist jedoch, dass der Inflationsdruck bislang vor allem auf höhere Energiepreise zurückzuführen ist und sich bisher keine Zweitrundeneffekte abzeichnen.“

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