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Öl-Hammer: VAE verlassen OPEC – Preise könnten weiter steigen

FXStreetApr 30, 2026 5:22 AM
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Analysten der ING Group, Warren Patterson und Ewa Manthey, werten den Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus der OPEC zum 1. Mai als schweren Schlag für das Kartell. Kurzfristig seien die Auswirkungen auf den Ölmarkt jedoch begrenzt, da bestehende Störungen im Persischen Golf dominieren. Die Experten verweisen auf steigende Förderkapazitäten der VAE sowie mögliches zusätzliches Angebot nach einem Ende des Iran-Konflikts und heben ihre Prognosen für den Brent-Preis im Jahr 2026 an.

Austritt der VAE verändert Brent-Dynamik

„Die wichtigste Entwicklung am Ölmarkt war gestern die Nachricht, dass die VAE zum 1. Mai aus der OPEC austreten werden. Das ist ein bedeutender Schritt und ein schwerer Schlag für die OPEC. Es ist der prominenteste Austritt aus der OPEC seit Jahren.“

„Der Austritt der VAE wird die Fördermenge erhöhen. Die derzeitige Produktionskapazität liegt bei rund 4,85 Millionen Barrel pro Tag und soll bis 2027 auf 5 Millionen Barrel pro Tag steigen. Bevor dieses Potenzial jedoch genutzt werden kann, muss es eine Lösung im Persischen Golf geben, die wieder ungehinderte Energieflüsse durch die Straße von Hormus ermöglicht. Daher hat diese Entwicklung kurzfristig nur geringe Auswirkungen auf den Markt.“

„Mittelfristig und langfristig bedeutet dies jedoch ein größeres Angebot am Markt. Das deutet darauf hin, dass die Terminstruktur für Brent stärker in eine Backwardation übergehen dürfte.“

„Kurzfristig bleibt jedoch die Entwicklung im Persischen Golf sowie der Zeitpunkt einer Wiederaufnahme der Ölflüsse durch die Straße von Hormus der entscheidende Treiber für die Ölpreise.“

„Da es keine Anzeichen für eine baldige Wiederaufnahme der Ölflüsse gibt, haben wir unsere Ölpreisprognosen für den Rest des Jahres nach oben angepasst. Wir erwarten nun, dass Brent crude oil im zweiten Quartal 2026 durchschnittlich 104 US-Dollar je Barrel und im vierten Quartal 92 US-Dollar je Barrel erreichen wird.“

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