Ăl-Schock treibt Inflation â EZB könnte bald wieder an der Zinsschraube drehen
Ăkonomen der Deutschen Bank erwarten, dass die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) die Zinsen zunĂ€chst unverĂ€ndert lĂ€sst, zugleich aber auf gestiegene Unsicherheiten und AufwĂ€rtsrisiken fĂŒr die kurzfristige Inflation infolge des Iran-Konflikts und des Ălpreisanstiegs hinweist. An den MĂ€rkten wird inzwischen mindestens eine Zinserhöhung bis Juli sowie zwei Schritte bis Jahresende eingepreist, wĂ€hrend Inflations-Swaps ĂŒber die gesamte Laufzeitenstruktur deutlich angezogen haben.
Verschiebung an den MĂ€rkten hin zu erneuter Straffung
âMit Blick nach vorn bleiben die Notenbanken im Fokus, da sowohl die EZB als auch die Bank of England heute ihre jĂŒngsten Entscheidungen bekannt geben. FĂŒr die EZB wird allgemein erwartet, dass sie â wie die Fed und die Bank of Japan â die Zinsen unverĂ€ndert lĂ€sst.â
âAllerdings hat der Iran-Konflikt seit der letzten Sitzung zu einer deutlichen Neubewertung an den MĂ€rkten gefĂŒhrt, sodass nun eine Zinserhöhung der EZB bis Juli und zwei Schritte bis zum Jahresende eingepreist werden.â
âHeute wird daher im Mittelpunkt stehen, wie die EZB dies kommuniziert, und unsere Europa-Ăkonomen gehen davon aus, dass sie die gestiegene Unsicherheit und die AufwĂ€rtsrisiken fĂŒr die kurzfristige Inflation anerkennen wird.â
âZudem rechnen sie mit einer klaren Botschaft, die das Bekenntnis der EZB zur PreisstabilitĂ€t unterstreicht und deutlich macht, dass sie bereit ist zu handeln, um eine Wiederholung des Inflationsschocks von 2022/23 zu verhindern. TatsĂ€chlich weisen sie darauf hin, dass eine solche klare Kommunikation der beste Weg sein könnte, die Inflationserwartungen fest zu verankern.â
âHeute beginnt zudem ein zweitĂ€giger Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs. Höhere Energiepreise werden ein zentrales Thema sein, wobei unsere Ăkonomen erwarten, dass sich die politischen MaĂnahmen vorerst auf nationale Energiesteuersenkungen konzentrieren werden.â
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