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Währungsbeben: Strategen warnen vor Druck auf Osteuropa und Afrika

FXStreetFeb 12, 2026 9:13 PM
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Der EMEA-Makrostratege Geoff Yu von BNY weist auf eine deutliche Divergenz zwischen den Devisenströmen in Lateinamerika (LatAm) und der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) hin. Während LatAm die höchsten Zuflüsse seit sechs Monaten verzeichne, erlebe EMEA die stärkste Verkaufswelle im gleichen Zeitraum. Der Bericht warnt, dass Währungen in Mittel- und Osteuropa (CEE) sowie in Afrika zunehmendem Druck ausgesetzt seien, da fiskalische Dominanz und politische Risiken stärker in den Fokus rückten. CEE-Carry-Positionen gälten dabei als naheliegendes Ziel für Positionsabbau.

CEE und afrikanische Währungen unter Druck

„Unser iFlow-Carry-Index zeigt, dass hochverzinsliche Währungen allmählich Bestandsreduzierungen verzeichnen. Wir betonen jedoch, dass sich bei den zugrunde liegenden Treibern erhebliche Unterschiede herausbilden. Einerseits treiben niedrig verzinsliche APAC-Währungen und selbst der Euro die Umkehrbewegung. Auf der Seite des Carry-Abbaus konzentriert sich der Druck jedoch fast ausschließlich auf Währungen in Mittel- und Osteuropa (CEE) sowie in Afrika, obwohl diese beiden Cluster weiterhin relativ starke Bestände aufweisen.“

„LatAm-Währungen erleben derzeit den stärksten Zuflussschub seit sechs Monaten und sind im Vergleich zu anderen Schwellenländerwährungen deutlich besser gehalten. Im Gegensatz dazu sieht sich die EMEA-Region aktuell mit der stärksten Verkaufsphase der vergangenen sechs Monate konfrontiert, wobei CEE besonders exponiert erscheint.“

„Da Bewertungen und Bestandsniveaus im Devisenbereich extreme Werte erreichen, ist die Schwelle für Gewinnmitnahmen vergleichsweise niedrig. Wir weisen seit Längerem darauf hin, dass das Risiko fiskalischer Dominanz in CEE sehr hoch ist. Die Märkte beginnen nun, politischen Entwicklungen mehr Aufmerksamkeit zu schenken.“

„Sollten institutionelle Faktoren die Ursache dafür sein, dass CEE-Notenbanken nicht in gleicher Weise handeln können, ist die Divergenz nachvollziehbar – insbesondere im Vergleich zu LatAm (beispielsweise hat Kolumbien seinen Straffungszyklus wieder aufgenommen, und der COP war im vergangenen Monat die im iFlow stärkste Währung).“

„Unterm Strich muss der Markt seine FX-Carry-Bestände reduzieren, solange die Volatilitätsbedingungen dies zulassen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Ströme in CEE den Weg des geringsten Widerstands darstellen.“

Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar

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