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Bailey von der BoE: Geopolitische Risiken könnten von den Märkten unterschätzt werden

FXStreetJan 20, 2026 10:48 AM
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Der Gouverneur der Bank of England (BoE), Andrew Bailey, erklärte, dass geopolitische Unsicherheit ein bedeutender Faktor in der Bewertung der finanziellen Stabilität der Zentralbank ist und warnte, dass die Märkte die mit globalen politischen Spannungen und institutionellen Herausforderungen verbundenen Risiken möglicherweise unterschätzen, so Reuters.

Bailey sagte, die BoE beobachte genau, wie die Märkte auf geopolitische Schocks reagieren, und stellte fest, dass die bisherigen Reaktionen gedämpfter waren als erwartet. Er hob auch die potenziellen Auswirkungen auf die britische Wirtschaft von jeglicher Bedrohung der Unabhängigkeit der US-Notenbank (Fed) hervor und betonte sein persönliches Vertrauen in den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell.

Zur Einschätzung fügte der stellvertretende Gouverneur der BoE, Dave Ramsden, hinzu, dass die Kernmärkte für Staatsanleihen in diesem Jahr bisher nur begrenzte Volatilität gezeigt haben. Ramsden stellte fest, dass die Gilt-, US-Staatsanleihen- und Eurozonen-Anleihemärkte relativ stabil bleiben, während die japanischen Staatsanleihen als Ausnahme hervorstechen.

Wichtige Erkenntnisse

Das Niveau der geopolitischen Unsicherheit ist ein großes Anliegen für die BoE hinsichtlich der finanziellen Stabilität.

Wir machen uns erhebliche Sorgen darüber, wie die Märkte auf geopolitische Risiken reagieren, sie waren gedämpfter als wir erwartet hatten.

Es gibt erhebliche potenzielle Auswirkungen auf das Vereinigte Königreich von jeglicher Bedrohung der Unabhängigkeit der Fed.

Powell ist ein Freund von mir und ein Mann von höchster Integrität.

Marktreaktion

GBP/USD bleibt am Dienstag stabil und gewinnt 0,40% auf 1,3480 zum Zeitpunkt des Schreibens.

BoE - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Bank of England (BoE) legt die Geldpolitik Großbritanniens fest. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität mit einer Inflationsrate von 2 %. Änderungen des Leitzinses wirken sich unmittelbar auf den Wert des britischen Pfunds aus.

Wenn die Inflation das Ziel der Bank of England übersteigt, reagiert sie mit Zinserhöhungen, was es für Privatpersonen und Unternehmen teurer macht, Kredite aufzunehmen. Dies ist positiv für das Pfund, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für globale Investoren attraktiver machen.

In Krisenzeiten greift die Bank of England zu außergewöhnlichen Maßnahmen wie der sogenannten quantitativen Lockerung (Quantitative Easing, QE). Diese Politik wird angewandt, wenn Zinssenkungen nicht ausreichen, um das Finanzsystem wieder in Gang zu bringen. QE bedeutet, dass die Bank of England große Mengen an Geld druckt, um Vermögenswerte – in der Regel Staatsanleihen oder hoch bewertete Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstituten zu kaufen. Dies soll die Kreditvergabe ankurbeln, hat jedoch oft zur Folge, dass das Pfund Sterling an Wert verliert.

Die sogenannte Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenstück zur quantitativen Lockerung (QE) und wird in Phasen einer erstarkenden Wirtschaft und steigender Inflation angewendet. Während die Bank of England im Rahmen von QE Staats- und Unternehmensanleihen erwirbt, um die Kreditvergabe anzukurbeln, stellt sie bei QT diese Käufe ein und reinvestiert fälliges Kapital aus bereits gehaltenen Anleihen nicht. QT gilt in der Regel als förderlich für die Stabilität des britischen Pfunds.

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