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Bitcoin vor dem nächsten Schub? Bessent liefert gleich zwei starke Argumente

FXStreetAug 27, 2026 8:41 PM
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Die jüngsten Schritte von US-Finanzminister Scott Bessent haben nach Einschätzung von Bitwise-Investmentchef Matt Hougan gleich zwei der stärksten Argumente für Bitcoin (BTC) untermauert.

Anleihepolitik des US-Finanzministeriums stärkt Bitcoin als knappen Vermögenswert

In einer am späten Dienstag veröffentlichten Mitteilung an Investoren verwies Hougan auf Bessents Äußerungen bei CNBC und den zunehmenden Einsatz des dollarbasierten Finanzsystems durch die US-Regierung. Beides seien Entwicklungen, die Bitcoin langfristig zusätzlichen Rückenwind verschaffen könnten.

Bessent hatte zunächst angekündigt, die Käufe langlaufender US-Staatsanleihen durch das Finanzministerium von 2 auf 4 Milliarden Dollar zu erhöhen. Der Eingriff konnte die langfristigen Renditen jedoch nicht dauerhaft drücken.

Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen sank zunächst von 5,29 auf 5,20 Prozent, während die Rendite zehnjähriger Papiere von 4,70 auf 4,65 Prozent zurückging. Später machten beide Laufzeiten ihre Rückgänge jedoch wieder wett, wie Hougan anmerkte.

Bessent zog sich daraufhin nicht zurück. Bei CNBC deutete er vielmehr an, dass die Rückkäufe des Finanzministeriums letztlich auch über 4 Milliarden Dollar hinausgehen könnten.

„Als das nicht ausreichte, um den Anleihemarkt zu beruhigen, kamen Berichte auf, wonach das Finanzministerium das fast 1 Billion Dollar schwere Treasury General Account nutzen könnte, um größere Rückkäufe zu finanzieren“, erklärte Hougan.

Der Kurswechsel stieß bei prominenten Investoren auf deutliche Kritik. Ray Dalio warnte vor einer heraufziehenden Schuldenkrise und riet Anlegern, Gold und Bitcoin zu halten. Investor Stanley Druckenmiller bezeichnete den Eingriff in einem Gastbeitrag für das „Wall Street Journal“ als „Preissteuerung“ und als „einen Fehler, der weit größer ist, als die 4 Milliarden Dollar vermuten lassen“.

Auch der Ökonom und Unternehmer Mohamed El-Erian zog Parallelen zu Japans gescheiterten Erfahrungen mit der Kontrolle der Zinskurve.

„Innerhalb von rund 48 Stunden entwickelte sich die Diskussion von einer Liquiditätsmaßnahme über 2 Milliarden Dollar hin zu der Möglichkeit, 1 Billion Dollar zur Stützung langlaufender Anleihen einzusetzen“, schrieb Hougan.

Nach Einschätzung des Bitwise-Investmentchefs könnten Versuche, langfristige Zinsen künstlich niedrig zu halten, Anleger verstärkt in knappe Vermögenswerte wie Gold und Bitcoin treiben, wenn Regierungen stärker in die Finanzmärkte eingreifen.

Einsatz des Dollars als Druckmittel unterstreicht Bitcoins Neutralität

Eine weitere Entwicklung sieht Hougan in Bessents angekündigtem Vorgehen gegen die internationalen Finanzverbindungen des Iran.

Bessent bezeichnete die Maßnahmen am Montag als „wirtschaftlichen Großangriff“ und als „finanzielles Äquivalent zum D-Day“. Die Regierung werde versuchen, den Iran von der Weltwirtschaft abzuschneiden und Unternehmen sowie Länder ins Visier nehmen, die weiterhin Geschäfte mit dem Land machen.

Hougan zufolge verdeutlichen diese Aussagen die geopolitische Macht, die mit dem Zugang zum dollarbasierten Finanzsystem verbunden ist. Er zog einen Vergleich mit dem Einfrieren russischer Devisenreserven nach dem Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022. Solche Maßnahmen könnten das Interesse an monetären Vermögenswerten erhöhen, die sich der Kontrolle einzelner Regierungen entziehen.

Auch Gold dient als Wertaufbewahrungsmittel. Seine physischen Eigenschaften erschweren es Hougan zufolge jedoch, das Edelmetall zu transportieren, aufzuteilen und für Transaktionen einzusetzen.

„Bitcoin ist der einzige knappe, weltweit übertragbare monetäre Vermögenswert, der direkt gehalten werden kann - und nicht vom Banken- oder Verwahrungssystem einer einzelnen politischen Einheit abhängig ist“, erklärte Hougan.

Die Kombination aus finanzieller Repression und dem zunehmenden geopolitischen Einsatz des Dollars schafft Hougan zufolge ein günstiges Umfeld für Bitcoin.

„In nur einer kurzen Woche hat Bessent die volle Macht der US-Regierung genutzt, um zwei der stärksten Argumente für Bitcoin hervorzuheben“, schrieb er.

Hinzu komme, dass der Zugang zu Bitcoin zunehmend einfacher werde, da große Vermögensverwalter die Kryptowährung verstärkt in ihre Modellportfolios aufnehmen.

Bitcoin notiert zum Zeitpunkt der Erstellung bei 78.390 Dollar und damit rund 1 Prozent niedriger als vor 24 Stunden.

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