Kupfer vor Engpass? Analyst sieht starke Kaufwelle im Anmarsch
Der Rohstoffstratege Daniel Ghali von TD Securities weist darauf hin, dass sich die Kupferpreise trotz umfangreicher Fondsverkäufe und schwächerer Risikoanlagen nahezu vollständig von den Verlusten im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg erholt haben. Er betont eine beispiellose Knappheit frei verfügbarer Kupferbestände und sieht ein anhaltend starkes Hortungsverhalten. Für die kommenden Wochen erwartet Ghali, dass sogenannte Commodity Trading Advisors (CTA) Verkäufe meiden und stattdessen Raum für deutliche Zuflüsse besteht.
Die Lagerbestände bleiben knapp, während CTAs Käufe ins Auge fassen
"Kupferpreise haben sich trotz erheblicher Liquidationen durch Investoren nahezu vollständig von den kriegsbedingten Verlusten erholt."
"Im Hintergrund haben wir argumentiert, dass sich die Rohstoffnachfrage nach dem Krieg im Iran weiter gefestigt hat und auf ein Hortungsverhalten hindeutet, wie es auch in vergleichbaren geopolitischen Konflikten wie Russland-Ukraine zu beobachten war."
"Entscheidend ist aus unserer Sicht, dass frei verfügbare Kupferbestände beispiellos knapp sind, was zurückzuführen ist auf (1) Metall, das durch Chinas SRB [State Reserves Bureau] dem Verbrauch entzogen ist, (2) in den USA gebundenes Material sowie (3) notwendige Mindestarbeitsbestände."
"Mit Blick nach vorn werden algorithmische Handelsprogramme Kupfer in der kommenden Woche in keinem realistischen Szenario verkaufen. Eine fortgesetzte Preiserholung dürfte jedoch Kaufprogramme auslösen, die ein Volumen von bis zu +13 Prozent der maximalen Positionsgröße erreichen könnten."
"Die Kupfermärkte bewegen sich zunehmend auf eine Angebotsknappheit zu."
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